Slowenien – wir kommen!

Wir haben immer mal wieder viel von diesem kleinen, schnell vergessenen Land gehört. Tatsächlich kamen wir auch nur sehr spontan auf die Idee nach Slowenien im Sommer 2021 zu reisen. Ursprünglich wollten wir Frankreich entdecken, dies fiel allerdings durch Corona ins Wasser. Nunja, ich kann euch sagen, es hat sich mehr als gelohnt dort hin zu fahren!

Ich, Jana, war bereits vor einigen Jahren in der Hauptstadt Ljubljana zu einem Praktikum. Seit dem zählt Ljubljana zu meiner Lieblingsstadt. Die Menschen sind so aufgeschlossen, freundlich und zuvorkommend. Die Architektur der Wahnsinn. Aber auf unserer Reise im Sommer 2021 wollten wir nun endlich gemeinsam, auch das erste Mal mit unserer kleinen Moon, das Umland von Slovenien entdecken. Für Daniel war es tatsächlich eine vollkommen neue Reiseerfahrung. Tipp: In Slowenien braucht ihr auf jeden Fall Campingplätze, es ist nicht gestattet frei zu stehen und wird mit hohen Geldstrafen gefahndet.

Unsere Reiseroute ging durch Österreich, wo wir einige Tage an einem schönen Flussbett in St. Jakob im Rosenthal standen. Wunderschön, mit Blick auf die Alpen. Am letzten Abend machte Daniel mir am Lagerfeuer, dort vor den Alpen mitten in Österreich, einen Heiratsantrag. Natürlich nahm die Reise somit noch mal mehr Bedeutung für uns auf. Es war einfach zauberhaft schön!

Also wir uns schließlich auf den Weg in Richtung Slowenien machen, wir die Grenze passierten und erst (Achtung, denkt dran!) die falsche Vignette gekauft haben (in Slowenien gilt ein Transit in Klasse 2b und ist somit teurer, aber beim ADAC gibt es einen super Überblick welches Auto/welcher Caravan unter welche Kategorie fällt) kamen wir schließlich an unserem ersten Ziel, Isola, an. Camp Belvedere in Isola, direkt am Meer. Wir mussten schnell feststellen, dass Slowenien schon lange nicht mehr so unentdeckt ist, wie man vielleicht denkt und der Tourismus wird in den nächsten Jahren mit Sicherheit weiter zunehmen. Aber da waren wir jetzt, hatten einen Stellplatz mit Blick auf das schöne Meer, ringsherum Oliven- und Feigenbäume. Wir blieben 4 Nächte, entdeckten einen kleinen Pfad runter zum Meer an einer Steilklippe entlang, gingen im Meer baden, kochten uns leckeres Essen und spielten Wizzard bis wir endlich einen klaren Gewinner hatten (könnt ihr uns glauben, das hat gedauert :D).

Weiter ging es nach Ljubljana. Auch ein kurzfristiger Entschluss, da wir unsere Reiseroute an den Bohinj See angepasst hatten und die Hauptstadt somit auf dem Weg lag. Dort blieben wir für eine Nacht im Wohnmobilhafen, nicht unweit von der Stadt entfernt und zahlten 25€ inkl. Ver- und Entsorgung. Für ein Taxi in die Stadt bezahlten wir knapp 7€. Also völlig in Ordnung für einen Tagestrip in die Hauptstadt Ljubljana. Hach, es war so schön dort. Setzt euch auf jeden Fall in eine der Bars und philosophiert über das Leben, plant die nächste (oder eure weitere) Reise oder beobachtet einfach die Menschen beim shoppen.

Also wir am Tag darauf am Bohinj See ankamen war es voll. So voll, dass die Wohnmobile und Camper nicht mehr nebeneinander sondern kreuz und quer standen. Der Stellplatz, wirklich schön und super Lage. Aber nicht noch Mal in der Hauptsaison 😀 Dadurch, dass der Ole nicht so lang ist, haben wir einen super Platz zwischen zwei Bäumen gefunden. Da hatten wir etwas mehr Ruhe und saßen nicht so auf dem Präsentierteller. Ich kann euch sagen, die Natur dort… atemberaubend schön! Mir fehlen jetzt immer noch die passenden Worte um diese Natur zu beschreiben. Wenn ihr dort seid, dann fahrt unbedingt dorthin. Meiner Meinung nach viel besser als Bled. Aber überzeugt euch selbst 🙂

Nach 2 Nächten ging es dann endlich zum Soca-Tal. Tipp: Fahrt auf jeden Fall hin, komme was wolle! Auch dort hatten wir Probleme (in der Hauptsaison) einen Platz zu finden (bucht lieber vorher!), aber die Campingplatzbesitzer sind super zuvorkommend und bemühen sich immer sehr. Unser Campingplatz war der Wahnsinn. Direkt an der Soca, nicht weit von zwei Wasserfällen entfernt, Klippenspringen um die Ecke… Fantastisch! Bekomme gerade Gänsehaut bei dem Gedanken an diesen Platz, diesen Blick auf den wunderschönen Sternenhimmel in der Nacht und diese Berglandschaft. Sowas kann man einfach nicht in Worte fassen oder in Bildern einfangen. Hier, mitten im Triglav-Nationalpark blieben wir die längste Zeit und wollten am liebsten gar nicht mehr fahren.

Als dann starke Regenfälle für den nächsten Tag angesagt wurden, sind wir (zum Glück) einen Tag vorher abgereist. Denn die Rückfahrt war echt eine Fahrt für sich…

Jaja, die Rückfahrt… alle die, die unsere Story verfolgt haben, haben von unserem Problemchen mitbekommen. Mannomann, das war eine Tour. Wir sind über den Pass des Triglav-Nationalparks gefahren und haben (ich glaube es waren) 72 Kurven mitgenommen und eine 14%ige Steigung. Ich kann sowas ja überhaupt gar nicht(!), auch wegen meines in der Vergangenheit geschehenen Unfalls. Hinzu kam, dass sich Ole an diesem (noch) heißen Tag am Berg überhitzt hat und wir immer mal wieder kurz nach den steilen Kurven anhalten musste. Nach ca. drei Stunden waren wir dann an der Spitze des Berges und dann musste selbst ich, nach dieser Höllenfahrt, staunen. Diese Berge sehen aus wie gemalt. Diese Landschaft. Egal wie schlimm es war, es hat sich gelohnt und ich bin sehr dankbar dafür. Die Bergabfahrt war dann wieder völlig in Ordnung und ging schnell.

Diese 2 Wochen durch Slowenien gingen viel zu schnell vorbei und ich wünsche ich könnte mich noch Mal zurück beamen. Es war wirklich so schön, ich hab jeden Tag genossen. Tatsächlich war die Zeit, von ca. 2 Wochen auch völlig ausreichend.

Hach du schönes Slowenien, wir kommen wieder!